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Neue Absinthe Sorten

Nach geraumer Zeit kommen nun endlich einmal wieder ein paar interessante neue Sorten auf den Markt:

Aus Spanien kommt ein sehr spannender Absinthe, der wohl am Status des längst völlig überteuerten Segarra kratzen wird: Absinthe Obsello. Er wird in Lleida von einem amerikaner produziert (nein, es ist nicht T. Breaux!), der sich die klassischen schweizer Absinthe zum Vorbild genommen hat um einen ausgesprochen hochwertigen und gleichzeitig erschwinglichen Absinthe zu destillieren. Obsello wird mit Weinalkohol produziert und ist mit Kräutern gefärbt. Mit 50% vol. Alkohol gehört er zwar eher zu den “schwächeren” Sorten, das soll aber nicht darüber hinweg täuschen, daß Obsello auf sehr unaufdringliche Weise sehr angenehm, lecker, erfrischend und würzig schmeckt.

Aus Holland kommt Helfrich Blanche. Die grüne Variante ist ja schon seit geraumer Zeit erhältlich, aber nun hat auch der Blanche qualitativ so zugelegt, daß es eine Schande wäre, ihn dem deutschen Markt vozuenthalten. Typisch für einen Blanche ist die Frische, mit der er daherkommt und ihn als Sommer-absinthe prädestiniert.

Bereits vor einigen Monaten konnten findige Absintheure ein leckeres Tröpfchen aus Pontarlier probieren: Belle Amie wurde von Luc Rodriguez und der Pernot Brennerei entwickelt. Nun kommt mit La Coquette eine weitere Reproduktion (aus dem Jahr 1899), die er allerdings nicht mehr in Pontarlier fertigen lässt, sondern von Devoille in Fougerolles. Sehr deutlich kommt hier der Weinalkohol zum Tragen, der auch gleichzeitig dafür sorgen dürfte, daß dieser Absinthe in ein paar Jahren zu einem echten Juwel werden dürfte. Klassisch mit Kräutern gefärbt bietet La Coquette zwar eine blumige Nase, aber dann einen sehr würzigen Geschmack.

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