In der Schweiz versucht eine Gruppe Absinthe Brenner aus dem Val de Travers die o.g. Begriffe durch eine GGA (geschützte geografische Angabe) schützen zu lassen.
Die Konsequenz daraus wäre, daß es zukünftig nur noch Produkte mit den entsprechenden Bezeichnungen aus dem Val de Travers gäbe.
Da die Wettbewerbssituation durch eine GGA drastisch verzerrt, werden sich die Brennereien außerhalb des Val de Travers gegen diesen Versuch der Monopolisierung zur Wehr setzen.
Die Wiege des Absinthes steht zweifelsfrei im Val de Travers, allerdings wurde er historisch betrachtet nicht nur dort produziert, sondern in der gesamten Schweiz.
Nach unglaublichen 98 Jahren wird in Frankreich nun endlich die Fenchonreglementierung aufgehoben. Wir haben gestern eine entsprechende Nachricht aus informierten Quellen erhalten. Das bedeutet, daß sich viele Hersteller, spezielle Varianten für den französischen Markt zukünftig sparen können und es auf der anderen Seite keine Wettbewerbsverzerrung mehr gibt, da die französischen Hersteller nun die gleichen Rezepte brennen können, wie alle anderen Hersteller auch.
Wir freuen uns nun auf eine ganz neue Generation vollwertiger Absinthe aus Frankreich, da Fenchel – bzw. Fenchon ein tragendes Element einer Absintherezeptur ist, auf das man als ernsthafter Hersteller nicht verzichten sollte.
Wikipedia schreibt zu Fenchon:
Fenchon ist ein bicyclischer Monoterpen-Keton. Es kommt im Fenchel vor und ist Bestandteil vieler ätherischer Öle. In Wasser ist es unlöslich, in Ethanol hingegen gut löslich. Es tritt in Form zweier Enantiomere auf. (–)-Fenchon [Synonym: (1R)-1,3,3-Trimethylbicyclo[2.2.1]heptan-2-on] erstarrt bei 5 °C und siedet bei etwa 193 °C. (+)-Fenchon [Synonym: (1S)-1,3,3-Trimethylbicyclo[2.2.1]heptan-2-on] erstarrt zwischen 5 und 7 °C. Die Dichte beträgt für beide Enantiomere 0,95 g·cm−3.
Fenchon schmeckt bitter und riecht campherartig. Es wirkt wachstumshemmend auf Bakterien und Pilze. In höherer Dosierung wirkt es zentral erregend auf den menschlichen Organismus. Durch Reduktion von racemischem Fenchon entstehen Fenchole, die in vier isomeren Formen vorkommen. Die Fenchole besitzen Bedeutung als Komponenten von Parfüms.
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Wir begrüßen diesen Schritt sehr und freuen uns, daß man in Paris endlich eingesehen hat, daß sich wohl noch niemand eine Fenchelvergiftung zugezogen hat
Die Reglementierung stammt aus dem Jahr 1912 und sollte dazu dienen, die französischen Hersteller zu protektionieren - ich frage mich allerdings, wie das von Statten gegangen ist.
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In der jüngeren Vergangenheit wurde die Fenchon- und Pinocamphonreglementierung insbesondere bei Absinthe angewandt, da man hier die Möglichkeit hatte, allzu authentische Produkte zu suspendieren. Es sei dahingestellt, ob dieses Gesetz nun aus Angst vor neuer Popularität des Absinthes in Frankreich aus Eigeninitiative des Gesetzgebers, oder aus Eifersucht einzelner Hersteller durch Denunzierung angewandt wurde. Insbesondere Jade Liquers/Combier enorme Probleme wegen dieses Gesetz. Man kann natürlich von Fahrlässigkeit sprechen, wenn sich ein Hersteller bewusst geltendes Recht (sei es noch so abstrus) hinwegsetzt. Die Quittung dafür ließ nicht lange auf sich warten, so daß die Jade Absinthe Serie für annähernd 2 Jahren von Markt genommen werden musste und der Hersteller eine empfindliche Strafe aufgebrummt bekam.
Vor einigen Wochen wurde die erste Charge Absinthe Nouvelle Vague produziert. Derzeit reift sie in Kallnach, damit unsere Kunden ein möglichst ausgereiftes Produkt erhalten.
Nouvelle Vague ist ein moderner Absinthe – keine Reproduktion eines alten Rezepts. Wir hatten einfach den Eindruck, es sei Zeit, das Thema Absinthe mal von einer anderen Seite anzugehen.
Zahlreiche Experimente mit sehr ungewöhnlichen Ingredienzien haben uns Erkenntnisse gebracht, was geht und was nicht geht. So ist beispielsweise ein Prototyp mit Kreuzkümmel entstanden, von dem wir uns viel erhofft hatten, aber letztlich nicht das geworden ist, was wir uns ursprünglich vorgestellt hatten.
Die endgültige Rezeptur für Nouvelle Vague leitet sich direkt vom letzten angebotenen Prototypen ab, der sehr gut angekommen ist. Die gefällige Note eröffnet bekannte Aromen in einem bisher unbekannten Zusammenhang. So haben Sie Absinthe noch nicht kennengelernt, werden es aber sicher zu schätzen wissen.
Für das Etikett haben wir den bekannten, österreichischen Künstler Gottfried Helnwein gewinnen können. Warum Helnwein? Nun, die beiden Serien Duplais und Brevans sind thematisch bereits ziemlich festgelegt (ja, es kommt noch ein dritter Brevans – allerdings erst 2011). Helnwein war einfach nach Mansinthe naheliegend, da Helnwein und Manson in der Vergangenheit miteinander gearbeitet hatten und Manson auf Helnweins Schloss in Irland geheiratet hatte.
Wir haben vor, diesen Absinthe Ende April, Anfang Mai auf den Markt zu bringen – lassen Sie sich überraschen!
Es ist immer schwierig, grafisch am Ball zu bleiben. Was heute “in” ist, kann morgen bereits völlig überholt sein. Aus diesem Grund verändern wir von Zeit zu Zeit das Layout von absinthe.de auf dezente Weise.
In den letzten Tagen hat sich einiges verändert und wir sind der Meinung, zum besseren. Der Gesamteindruck ist nun offener, leichter und freundlicher.